foodwatch zeigt, was wirklich in Ketchups und Grillsaucen steckt
Rote Ampel für Kinderketchup trotz "weniger Zucker"
Liebe Leute,
hattet Ihr eine schöne Grillsaison? Manchmal ein
Würstchen zu viel, denkt Ihr jetzt vielleicht. Aber habt Ihr eigentlich auch
schon mal darüber nachgedacht, wie gut Euch der Ketchup, der asiatische Dipp
oder die Knoblauchsauce auf dem Salat getan haben? Das hätte auch nicht viel
gebracht, denn die Hersteller dieser Produkte halten sich gerne bedeckt, wenn
es um die Kalorien-, Fett-, Zucker- und Salzgehalte ihrer Produkte geht. Oder
sie erwecken gar den Eindruck, es handele sich um leichte Kost. Dabei haben es
manche dieser Grill- und Salatsaucen richtig in sich.
foodwatch hat 13 Saucen bekannter Hersteller einmal genauer unter die Lupe genommen und mit Hilfe der Ampelkennzeichnung die Gehalte von Fett, Zucker und Salz aufgezeigt. Schnell wird klar, warum sich die Lebensmittelindustrie vor der Ampel fürchtet. Viele der getesteten Produkte bekommen beim Zuckergehalt ein rotes Signal. Auch beim Fettgehalt ist keineswegs alles im grünen Bereich. Und fast alle sind viel zu salzig. Zwei Beispiele: Der Kinderketchup "Ketchupi", von Knorr mit "30 % weniger Zucker" beworben, bekommt beim Zuckergehalt eine rote Ampel. Und mit jedem Schuss der "Asian Summer Sauce" von Kraft würzen Sie Ihr Essen mit einem Stück Würfelzucker. Die Sauce enthält auf 100 Gramm unglaubliche 35 Gramm Zucker. Eine Fotostrecke mit diesen und anderen Produkten sowie den dazugehörigen Ampelkennzeichnungen finden Sie unter:
http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/saucen_durchschaut/
Die Beispiele machen deutlich: Eine verpflichtende Ampelkennzeichnung ist aus Verbrauchersicht dringend notwendig. Eine freiwillige Kennzeichnung, wie Sie Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer anstrebt, würde den Herstellern freie Hand lassen und den Verbrauchern wenig nützen. Die Lebensmittelindustrie könnte entscheiden, welche Produkte sie wie kennzeichnet. Unwahrscheinlich, dass Hersteller hohe Zucker- oder Fettgehalte, die sie bislang geschickt verstecken können, mit Hilfe der Ampel offen legen werden. Und dort, wo eine Ampelkennzeichnung aus Verbrauchersicht besonders notwendig wäre - wie im Fall von "Ketchupi" - würde sie kaum freiwillig von der Industrie praktiziert werden!
Beteiligt Euch deshalb jetzt an der Mitmach-Aktion von foodwatch für die Ampelkennzeichnung und fordert Horst Seehofer auf, sich für eine verpflichtende Ampelkennzeichnung einzusetzen: http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/mitmach_aktion/
Klickt Euch rein,
Mit herzlichem Dank für die Unterstützung
das foodwatch-Team
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Herausgeber:
foodwatch e.v., christin schröder (v.i.s.d.m.), brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.
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