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Gegen Uran im Trinkwasser - damit der Durchbruch ein Erfolg wird: Unterstuetzen Sie foodwatch!

by Petra Manske last modified 2008-09-26 15:13 foodwatch

Mitgliederaktion



www.foodwatch.de




Gegen Uran in Trinkwasser - damit der Durchbruch ein Erfolg wird: Unterstützen Sie foodwatch!

Liebe foodwatch-Interessierte,

es gibt kein Lebensmittel, das elementarer und lebensnotwendiger ist als - Wasser. Wasser ist unsere wichtigste Lebensquelle. Schon 36 Stunden ohne Wasser reichen aus, um uns jämmerlich verdursten zu lassen. Die Erde ist zwar zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt, aber nur ein Prozent des gesamten Wassers steht als Trinkwasser zur Verfügung.

Wir Westeuropäer müssen uns im Gegensatz zu Bewohnern anderer Gebiete keinerlei Sorgen um das täglich benötigte Trinkwasser machen. Wir öffnen entweder den Hahn und lassen das angeblich best-kontrollierte Lebensmittel einfach heraus fließen oder gehen in den Supermarkt und besorgen uns dort, was als Mineralwasser, reines Quellwasser oder einfach nur Tafelwasser angeboten wird.

Wasser - klar und rein?
Geht es Ihnen auch so? Als kritische Verbraucher unterstellen wir so manchen Lebensmitteln Mängel: dass sie Schadstoffe oder versteckte Dickmacher enthalten oder allgemein ungesund zusammengesetzt sind. Aber Wasser? Von Blei im Leitungswasser haben wir ja schon mal gehört, oder dass der Natriumgehalt in Mineralwasser nicht zu hoch sein sollte. Aber sonst? Mit Wasser verbinden wir Frische, Lebenskraft, Transparenz und Gesundheit.

Leitungswasser - teilweise uranverseucht
Leider erliegen wir hier einem Irrtum! foodwatch hat im Frühjahr 2008 die zuständigen Landesbehörden aller 16 Bundesländer über die jeweiligen konkreten Uranbelastungen im Trinkwasser befragt und dies ausgewertet. Das erschreckende Ergebnis: Trinkwasser enthält in Deutschland in 950 von 8.000 Fällen mehr als 2 Mikrogramm des hochgiftigen Schwermetalls pro Liter. Mehr als 10 Prozent der amtlichen Messergebnisse liegen also über diesem Wert. Völlig unverständlich, denn dieser Wert darf bei Mineralwasser, wenn es als "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" beworben wird, nicht überschritten werden. Der Umkehrschluss ist einfach: Wasser, dessen Urangehalt darüber liegt, sollte nicht zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden! Aber es fließt in deutschen Haushalten aus dem Wasserhahn und wird selbstverständlich auch von verantwortungsvollen Eltern zur Zubereitung der Nahrung für die Kleinsten genutzt. In vielen Fällen war die Belastung sogar höher als 10 Mikrogramm pro Liter - der Leitwert, der laut Umweltbundesamt eingehalten werden muss, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. In einem Fall lag sie sogar bei 39 Mikrogramm!

Uran schädigt die Gesundheit
Dies ist ungeheuerlich, denn Uran ist ein Schwermetall und gesundheitsschädlich. Neben seiner eher schwachen radioaktiven Strahlung schädigt Uran vor allem die Niere, aber auch Leber und Knochen. Besonders stark reichert sich das Schwermetall in noch wachsendem Knochengewebe an, also eben bei Säuglingen und Kleinkindern.

Politik und Behörden aus dem Dornröschenschlaf geweckt
Besonders empörend an den Ergebnissen der foodwatch-Recherche: Die Sachlage war den Behörden seit Jahren bekannt. Wissentlich wurden ahnungslose Bürger mit uranbelastetem Trinkwasser versorgt! Zahllose Gespräche, die foodwatch mit Verantwortlichen geführt hatte, waren wirkungslos verpufft. Erst der Schritt an die Öffentlichkeit hat die Bevölkerung mobilisiert und die Behörden wachgerüttelt. Auf der Verbraucherministerkonferenz vergangene Woche einigten sich die Minister der Länder und Bundesminister Seehofer auf die Einführung eines Uran-Grenzwertes von 10 Mikrogramm pro Liter für Leitungs- und Mineralwasser!

Wir müssen gemeinsam den Druck erhöhen
Das ist ein großer Erfolg für foodwatch. Zum wiederholten Male aber zeigt sich, dass Politik und Behörden erst auf Druck von außen reagieren. Gerade an diesem Beispiel lässt sich einerseits die Notwendigkeit von foodwatch, aber auch die Arbeits- und Wirkungsweise gut erkennen. Allerdings: Die Länderminister streben zunächst eine europäische Lösung an. Was das heißt, ist uns aus der Vergangenheit leider hinlänglich bekannt. Der Verweis auf Europa wird in vielen Fällen als Ausrede missbraucht, um unter dem Deckmäntelchen der Europa-Orientierung ungeliebte Reformen und Gesetzesänderungen klammheimlich fallen zu lassen. Damit dies nicht geschieht und Europa nicht als Vorwand gebraucht wird, und der Grenzwert wirklich eingeführt wird, müssen wir den Druck aufrechterhalten und verstärken!

Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch
Um die Gesundheit der Bürger zu schützen, fordern wir von foodwatch, dass die Trinkwasserversorger die Verbraucher bei einem Urangehalt über zwei Mikrogramm informieren und dass der Urangehalt von Mineralwasser auf dem Etikett angegeben werden muss. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zeigen, dass die Verbraucher hinter uns stehen. Denn nur wenn wir viele sind, können wir Konzerne und Politiker zum Handeln zwingen. Nur wenn wir viele sind, werden wir gehört. Deshalb werden Sie bitte jetzt Förderer/Förderin von foodwatch.

Helfen Sie uns: Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch
Natürlich ist diese Kampagnenarbeit nicht umsonst zu haben.Wir produzieren regelmäßig Informationsmaterial, aktualisieren ständig unseren Internetauftritt und organisieren Mitmach-Aktionen. Wir recherchieren, leisten Lobbyarbeit und geben juristische Gutachten und Laboranalysen in Auftrag.

Unterstützen Sie uns mit 5, 10 oder 20 Euro monatlich. Gehen Sie direkt jetzt online und werden Sie Förderer/Förderin!

Wer jetzt online foodwatch-Förderer wird, bekommt noch bis zum 03. Oktober 2008 gratis mein Buch "Abgespeist"!

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr Thilo Bode
Geschäftsführer

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützer wir haben, desto mehr können wir auch in der Politik erreichen. Deshalb: Werden Sie Förderer/Förderin und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für mehr Verbraucherrechte!

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Herausgeber: foodwatch e. v., gabriele richter (v.i.s.d.m.), brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany

foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode


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