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Newsletter: Schwarz-Gelb gegen die Ampel - Actimel-Spot in England verboten

by Petra Manske last modified 2009-10-19 18:22
Liebe Freunde des gesunden Lebens,

 

in Berlin hat heute das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit seine jährliche Statistik der Lebensmittelkontrollen vorgestellt. Ob Schmuddelrestaurant oder Imitat-Betrüger, 2008 wurde erneut fast jeder vierte Lebensmittelbetrieb beanstandet! Nur: Wer bei den Kontrollen durchgefallen ist, erfahren die Verbraucher nicht. Das zeigt: Kontrollen allein helfen nicht. Um Betrügern und Hygienesündern das Handwerk zu legen, müssen ihre Namen veröffentlicht werden - nur durch Abschreckung wird sich an der Situation etwas ändern. Dänemark macht es mit seinem Smiley-System

http://www.foodwatch.de/smiley vor.

Unterstützen Sie unsere Forderung nach Transparenz bei den Lebensmittelkontrollen im Internet

http://www.foodwatch.de/smiley-aktion.

 

Schwarzgelb gegen Ampel 

 

Nun liegen die Karten auf dem Tisch: Während im vergangenen Jahr die Länder-Verbraucherminister noch einmütig für die Ampel votiert hatten, zerbrach auf ihrer diesjährigen Fachkonferenz Ende letzter Woche dieser Konsens. Die CDU/CSU-Verbraucherminister lehnen wie die neue schwarz-gelbe Koalition im Bund die Ampelkennzeichnung ab, während die SPD-Minister für die Ampel stimmten.

 

Der Kampf um die Ampel ist ein Lehrstück. 70 Prozent der Verbraucher wollen die Ampel. Die wissenschaftliche Studie der britischen Food Standard Agency (FSA) zeigt: Die Ampel ist das verständlichste Kennzeichnungssystem. Aber nicht bessere Argumente und die Präferenz der Verbraucher, sondern Macht und Interessen bestimmen die Politik. Umso wichtiger ist es, dass sich die SPD und die anderen Oppositionsparteien im Europäischen Parlament aktiv für die Ampelkennzeichnung stark machen. Aber am allerwichtigsten bleibt es, dass wir Verbraucher der neuen Regierung zeigen: Wir wollen die Ampel. Bereits 40.000 haben dies bei der Internet-Unterschriftenaktion für die Ampel

http://foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/mitmach_aktion/index_ger.html getan.

Seien auch Sie dabei und empfehlen Sie die Aktion weiter!

 

Actimel Spot verboten

 

Spielende, glückliche Kinder. Dann ertönt dazu eine Stimme aus dem Off: Die Kleinen "lieben" Actimel, und der Trinkjoghurt sei gut für ihre Gesundheit - was "wissenschaftlich belegt" sei. Alles Humbug, meint die britische Werbeaufsicht ASA und verbietet Hersteller Danone, diesen und ähnliche TV-Spots in Großbritannien zu zeigen. Das Werbeverbot zeigt: Der Konzern hat den "Goldenen Windbeutel"

http://abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/der_sieger/,

mit dem foodwatch Actimel im Frühjahr für die dreisteste Werbelüge ausgezeichnet hatte, absolut verdient. Mit einem angeblich wissenschaftlich erwiesenen Gesundheitsversprechen für Kinder darf Danone nun zumindest in England nicht mehr werben. Warum die von Hersteller Danone zitierten Studien für den Schluss, Actimel aktiviere die Abwehrkräfte von Kindern, nicht geeignet sind, erfahren Sie in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/690/491061/text/.

 

Und auf abgespeist.de

https://abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/index_ger.html

können Sie sich direkt bei Danone über das probiotische Märchen Actimel beschweren.

 

Klicken Sie sich rein,

 

Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung,

 

Ihr foodwatch-Team

 



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