Newsletter: Schwarz-Gelb gegen die Ampel - Actimel-Spot in England verboten
Liebe Freunde des gesunden Lebens,
in Berlin hat heute das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit seine jährliche Statistik der Lebensmittelkontrollen vorgestellt. Ob Schmuddelrestaurant oder Imitat-Betrüger, 2008 wurde erneut fast jeder vierte Lebensmittelbetrieb beanstandet! Nur: Wer bei den Kontrollen durchgefallen ist, erfahren die Verbraucher nicht. Das zeigt: Kontrollen allein helfen nicht. Um Betrügern und Hygienesündern das Handwerk zu legen, müssen ihre Namen veröffentlicht werden - nur durch Abschreckung wird sich an der Situation etwas ändern. Dänemark macht es mit seinem Smiley-System
http://www.foodwatch.de/smiley vor.
Unterstützen Sie unsere Forderung nach Transparenz bei den
Lebensmittelkontrollen im Internet
http://www.foodwatch.de/smiley-aktion.
Schwarzgelb gegen Ampel
Nun liegen die Karten auf dem Tisch: Während im vergangenen Jahr die Länder-Verbraucherminister noch einmütig für die Ampel votiert hatten, zerbrach auf ihrer diesjährigen Fachkonferenz Ende letzter Woche dieser Konsens. Die CDU/CSU-Verbraucherminister lehnen wie die neue schwarz-gelbe Koalition im Bund die Ampelkennzeichnung ab, während die SPD-Minister für die Ampel stimmten.
Der Kampf um die Ampel ist ein Lehrstück. 70 Prozent der Verbraucher wollen die Ampel. Die wissenschaftliche Studie der britischen Food Standard Agency (FSA) zeigt: Die Ampel ist das verständlichste Kennzeichnungssystem. Aber nicht bessere Argumente und die Präferenz der Verbraucher, sondern Macht und Interessen bestimmen die Politik. Umso wichtiger ist es, dass sich die SPD und die anderen Oppositionsparteien im Europäischen Parlament aktiv für die Ampelkennzeichnung stark machen. Aber am allerwichtigsten bleibt es, dass wir Verbraucher der neuen Regierung zeigen: Wir wollen die Ampel. Bereits 40.000 haben dies bei der Internet-Unterschriftenaktion für die Ampel
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/mitmach_aktion/index_ger.html getan.
Seien auch Sie dabei und empfehlen Sie die Aktion weiter!
Actimel Spot verboten
Spielende, glückliche Kinder. Dann ertönt dazu eine
Stimme aus dem Off: Die Kleinen "lieben" Actimel, und der
Trinkjoghurt sei gut für ihre Gesundheit - was "wissenschaftlich belegt"
sei. Alles Humbug, meint die britische Werbeaufsicht ASA und verbietet
Hersteller Danone, diesen und ähnliche TV-Spots in Großbritannien zu zeigen.
Das Werbeverbot zeigt: Der Konzern hat den "Goldenen Windbeutel"
http://abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/der_sieger/,
mit dem foodwatch Actimel im Frühjahr für die dreisteste Werbelüge
ausgezeichnet hatte, absolut verdient. Mit einem angeblich wissenschaftlich
erwiesenen Gesundheitsversprechen für Kinder darf Danone nun zumindest in
England nicht mehr werben. Warum die von Hersteller Danone zitierten Studien
für den Schluss, Actimel aktiviere die Abwehrkräfte von Kindern, nicht geeignet
sind, erfahren Sie in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/690/491061/text/.
Und auf abgespeist.de
https://abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/index_ger.html
können Sie sich direkt bei Danone über das probiotische Märchen Actimel beschweren.
Klicken Sie sich rein,
Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung,
Ihr foodwatch-Team